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Kühlkonvektoren

 

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Warum ist ein gutes Raumklima so wichtig?

Das Raumklima ist zu einem wesentlichen Teil verantwortlich für die Produktivität von Menschen in Gebäuden. Insbesondere der Temperaturgradient lässt sich als Maßstab für die thermische Behaglichkeit innerhalb eines Raumes einsetzen. Dieser sollte so gering wie möglich sein.
Muss die Umgebungsluft gekühlt werden, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an:

Aufzählung Einbringung von gekühlter Luft
Aufzählung Bauteilkühlung
Aufzählung Kühldeckensysteme
Aufzählung
Kombination beider Systeme

Als Energieträger werden zur Kühlung in der Regel Luft oder Wasser eingesetzt.

 

Strahlungszug Geistige Leistungsfähigkeit von Menschen in Abhängigkeit der Raumtemperatur (nach D. Wyon)  

 

Wie wirken Kühlkonvektoren ?

Kühlkonvektoren wirken immer direkt auf die zirkulierende Luft und im Raum vorhandene Wärmequellen. Sie geben Ihre Leistung überwiegend durch natürliche, zugfreie Konvektion ab. Dadurch arbeitet das gesamte System selbstregulierend. Bleibt die Luftgeschwindigkeit bei einer Zentrallüftung konstant, verändert sie sich bei Kühlkonvektoren aufgrund des Unterschiedes zwischen Raum- und Oberflächentemperatur. Bei hohen Raumtemperaturen rotiert die Kühlwalze schneller - bei geringeren Temperaturen langsamer. Dieses Prinzip der Schwerkraftkühlung funktioniert nach einfachen physikalischen Gesetzmässigkeiten (und kommt völlig ohne Gebläseunterstützung aus).

Dadurch arbeiten Kühlkonvektoren völlig geräuschlos (aktive Geräte fast geräuschlos - ca. 25-28 dB(A) luftströmungsbeding); es fällt kein Kondensat an - es bilden sich somit auch keine Keime, Pilze oder ähnlich bedenkliche Ansammlungen innerhalb der Kühlgeräte. Kühlkonvektoren verfügen über ein Kupfer-Alu-Register (mit größerem Lamellenabstand als dies bei gebläseunterstützten Systemen mit Kupfer/Kupfer Wärmetauscher üblich ist) und kommen somit gänzlich ohne Filtereinheiten aus (keine Wartung!).

Eine Vielzahl an unterschiedlichen Typen ermöglicht eine zweckbezogene Auslegung für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle - vom Büro- / Verwaltungsbau bis hin zu Rundfunk- und Fernsehstudios mit extrem hohen internen Kühllasten. Da Kühlkonvektoren ihre Leistung auf natürlichem Wege (ohne Gebläseunterstützung) erbringen, können hohe Kühlleistungen im Verhältnis zu allen anderen Kühlsystemen verhältnismässig schonend abgegeben werden!

Strahlungszug Prozentuale Anzahl der mit dem Raumklima unzufriedenen Personen in Abhängigkeit vom Temperaturgradienten, gemessen in 0,1 m (Knöchelhöhe) und 1,1 m (Kopfhöhe, sitzende Person)  



Welche Vorteile besitzen Kühlkonvektoren?

Die wesentlichen Vorteile von Kühlkonvektoren gegenüber anderen Kühlsystemen können folgendermassen charakterisiert werden:

Aufzählung hohe Variabilität bei der Neudefinierung von Regelzonen (bei Umbaumassnahmen)
Aufzählung geringe Luftbewegung im Raum (ca. 0,1 ... 0,2 m/s)
Aufzählung niedrige Kosten bei optimaler Behaglichkeit durch Kombination mit geeigneter Lüftung
Aufzählung problemloses Nachrüsten
Aufzählung keine Geräuschemissionen
Aufzählung geringer Platzbedarf (Gewinn an Netto-Vermiet-Fläche)
Aufzählung geringer Energiebedarf
Aufzählung Minimierung des Temperaturgradienten im Raum
Aufzählung hoher architektonischer Freiheitsgrad bei der Gestaltung

Hinweis: Kühlkonvektoren bilden im Vergleich zu Kühldecken eine kostengünstige Alternative und werden daher verstärkt eingesetzt - bislang bekannte Kühldeckensysteme sind im Vergleich zu Kühlkonvektoren ein recht aufwendiges und teuer umzusetzendes System!

 

Ist eine zusätzliche Lüftung in Verbindung mit Kühlkonvektoren erforderlich?

Eine Lüftung ist auch beim Einsatz von Kühlkonvektoren aufgrund der zu gewährleistenden Lufthygiene erforderlich. Kühlkonvektoren können Zentrallüftungsgeräte nicht ersetzen, sondern nur dafür Sorge tragen, dass diese zu einem wesentlichen Teil von ihrer Kühlfunktion entbunden werden. Hierdurch entsteht eine größere thermische Behaglichkeit.

Eine Zentrallüftung führt darüber hinaus den latenten Kühlanteil (Luftfeuchte) ab und reguliert so die Raumluftfeuchte. Die Bildung von Wärmenestern wird durch den notwendigen Luftwechsel zuverlässig verhindert. Der Luftvolumenstrom kann jedoch auf das vom Gesetzgeber geforderte Mass reduziert werden. Da dieser für eine ausreichende Kühlung nicht genügt, übernehmen Kühlkonvektoren den fehlenden sensiblen Kühlanteil.

Für das effiziente Zusammenspiel sollte ein Luftvolumenstrom von ca. 6 bis 9 m3/ (h* qm) oder ein zwei- bis dreifacher Luftwechsel des Raumvolumens angesetzt werden. Die wirkungsvolle Kombination beider Systeme stellt ein optimal akzeptiertes Klimatisierungssystem dar.

 

Wie verhalten sich Kosten und Wirtschaftlichkeit zu herkömmlichen Klimasystemen?

Die Kombination von Zentrallüftungsgerät und Kühlkonvektor ist gerade unter Kostenaspekten interessant. Ein weiterer, wirtschaftlich bedeutender Faktor ist der geringe energetische Aufwand bei der Kaltwassererzeugung. Kühlkonvektoren werden in der Regel mit einer Wasservorlauftemperatur von 16 bis 20 °C betrieben. Dadurch ist in der Jahresübergangszeit eine Kaltwassererzeugung nur mit Hilfe eines Trockenkühlturmes, ohne den Einsatz einer Kältemaschine möglich.

Im Gegensatz zu Kühldecken sind Kühlkonvektoren kostensparend und ohne Spezialkenntnisse im Deckenbau zu installieren. Die Kombination mit aufwendigen Deckensystemen ist ohne Schnittstellenprobleme hinsichtlich der Gewährleistungsübernahme möglich.




 

 

Copyright © 2003-2006 Forum Kühlkonvektoren
Stand: 13. November 2006